How to Autofrei?

Der autofreie Tag ist eine Mitmachaktion und ein Tag der Begegnung von Menschen auf den Straßen der Stadt Würzburg.
Er lädt ein, ….
….die Geschwindigkeit zu reduzieren und in Interaktion zu treten mit dem Stadtraum, der uns alltäglich umgibt und den Menschen, mit denen wir gemeinsam dort leben.
….zu einer entschleunigten, bewussten Wahrnehmung unserer Umgebung und den Möglichkeiten, die sie bietet.
….zur Förderung der Lebensqualität und einem selbstgestalteten Miteinander in unserem wunderschönen Würzburg.

Warum autofrei?
Es geht nicht um Verbote, sondern um das Aufzeigen von Alternativen!
Das Auto bewirkt in der Stadt – neben dem Platz den es benötigt und den vielen anderen Problemen die es verursacht – eine individuelle Abschottung und lässt wenig Interaktion mit dem Außenrum zu.
Wesentlich für Lebensqualität ist unserer Erfahrung nach der Raum und die Möglichkeit zu sozialem Austausch und spontaner Begegnung. Bei der Fortbewegung, sei es zu Fuß, mit dem Rad oder dem ÖPNV ist es viel einfacher diesen sozialen Kontakt zu ermöglichen. Gleichzeitig bleibt viel Platz übrig.
Der autofreie Tag bildet eine Plattform des Austausches für verschiedene Interessengemeinschaften. Zudem will er eine lockere Aufmerksamkeit schaffen für die Möglichkeiten, die ein bewusster Umgang mit der Wahl des Verkehrs- und Fortbewegungsmittel bietet.

 

In Würzburg fand die Aktion 2018 zum ersten Mal erfolgreich statt. Wir bieten euch hier eine Kurzanleitung zum Organisieren eines Autofreien Tages in “Eurer” Stadt (oder Stadtviertel) an:

1. Ihr habt ein klares Ziel (wichtig: ggf. ein spezielles Ziel in den Vordergrund stellen, dies kann auch von der Wahl des Veranstaltungsortes abhängen; dadurch kann die Aktion ggf. gleich in eine Maßnahme münden), was ihr mit der Aktion erreichen möchtet (siehe oben: Ziel eines „Autofreien Tages“) – und seid dabei auch völlig entspannt.

2. Wenn die Gedanken über die Aktion und die Ziele euch und Eure Umgebung begeistern, seid ihr auf einem guten Weg.

3. Erzählt es weiter. Informiert Freunde, Bekannte und (vor allem!) Unbekannte.

4. Macht ein erstes Orga-Treffen.

5. Kontaktiert die Stadt (ggf. das Amt für Nachhaltigkeit) und soweit bekannt und vorhanden andere Initiativen, Vereine und Verbände hinsichtlich Unterstützung / Vernetzung.
Der Kontakt zu folgenden Bereichen könnte u.a. hilfreich sein: Agenda21 / Umweltbereich / Verkehrsplanung / Stadtplanung / Radverkehrsbeauftragter

6. Einigt euch auf einen geeigneten
Tag (in Abhängigkeit von Euren Zielen und der Zielgruppe sind Wochenende oder Feiertage vermutlich am besten geeignet, da inklusive euch viele dann nicht extra Urlaub nehmen müssen)  und einen
Ort (sucht einen Ort passend zu Eurem Ziel, sofern Euer Ziel nicht sowieso an einen bestimmten Ort gebunden ist; je näher dieser an hoch frequentierten Orten – Fußgängerzone, Sehenswürdigkeiten, oder ähnlich – liegt, desto einfacher wird es sein, Besucher zu Eurer Veranstaltung zu locken).
Stellt dann einen Antrag bei der Stadt für eine “öffentliche Versammlung” (stationäre Demonstration).

7. Wer ist Eure Zielgruppe? Anwohner, alle Bewohner der Stadt/des Stadtteils, Besucher und Touristen, Familien, (Schul-)Kinder?

8. Überlegt euch pressewirksame Aktionen und Präsentationen die eure Ziele/Wünsche einfach und schnell sichtbar machen (z.B. Zeichnungen zur Neuaufteilung des Verkehrsraumes oder des Platzbedarfs der Verkehrsteilnehmer; Aufbauten aus Karton oder Holzgerüsten etc.) und sorgt für Verweilatmosphäre und Angebote, die insbesondere die gewünschte Zielgruppe anlockt.

9. Wer soll noch dabei sein? Wer soll eure Stadt mitgestalten? Informiert Schulen, Künstler, Vereine, Firmen (ansässige Einrichtungen frühzeitig in die Planungen einbeziehen bzw. informieren).

10. Wichtig: Werbung in der Öffentlichkeit mit exakten Infos sollte man erst machen, wenn der Antrag genehmigt worden ist.

11. Kontaktiert Presse und Medien und sucht euch Kooperationspartner!

12. Keep it simple – Weniger ist oft mehr!